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UN COIN DE NATURE / EIN STÜCK NATUR

Laurence Boettcher und Jean-Michel Gautreau

Eröffnung: 15.07.2022
Datum: von 15.7. bis 11.9.2022
Uhrzeit: täglich ab 17 Uhr ausser Montags und am Wochenende zusätzlich von 12 bis 14 Uhr
Ort: Fabrik Galerie

Es sind faszinierende „Naturstücke“, welche das Künstlerpaar Laurence Boettcher und Jean-Michel Gautreau für diese Ausstellung aus Frankreich nach Neustrelitz mitgebracht haben. Obwohl sie thematisch und auch mit der Nutzung eines großen farbigen Spektrums vieles eint, sind die Kunstwerke handwerklich sehr unterschiedlich umgesetzt:

Bild Vernissage der Ausstellung am 15.7. 2022 von links nach rechts: Marieken Matschenz, Laurence Boettcher, Jean- Michael Gauteau, Elise Geyer und Alexander Kraut

Laurence Boettcher erschafft mit Öl auf Malplatten kleine intensive Portraits ihrer liebsten Ecken in der Natur („un coin de nature“), meist kaum größer als ihr favorisiertes Format von 21x 18cm.  Bewusst wendet sie sich immer wieder diesen schönen Naturräumen zu, wie etwa dem Ort bei den wilden Apfelbäumen oder dem Platz bei den Pflaumenbäumen und dem Bambus. Sensibel fängt sie nicht nur die Veränderungen in der Natur ein, sondern auch den sich stets verändernden Blick darauf. Sie bedient sich dabei einer Farbpalette und einer Technik, wie sie einst die Impressionisten nutzten und die die Anleihen der Malweise eines Vincent van Goghs aufgreifen.

 

 

 

 

 

Jean-Michel Gautreau hingegen, bezeichnet seine Kunst selbst als „experimentelle manuelle Fotografie“, auch wenn die malerischen Aspekte dieser digitalen Form der Malerei durchaus zu überwiegen scheinen. Während der Künstler viele Jahre vor allem als experimenteller Videokünstler Beachtung fand, hat er sich in den letzten 20 Jahren einer Mischung aus Fotografie, Tuschzeichnung, digitaler Malerei und der Kombination dessen durch Scans gewidmet. Hierbei sind große ausgedruckte Tableaus entstanden, auf denen sich über- und miteinander verwobene Farbräume aufbauen. In diesen tauchen wie in surrealen, kosmischen Landschaften Menschen, Tier, Dinge oder auch Zitate auf und lassen neue innere, imaginierte Landschaftsräume entstehen. Inmitten dieses flirrend bunten Kolorits und den konstruierten Naturräume taucht der Betrachter immer wieder ein. Es scheint nie eine abschließende Betrachtung zu geben und man erinnert sich in einigen Details an die „psychédelique art“ der 1960er und 70er Jahre.