? ... VERZEIHUNG, ICH LEBE“
BRD, Polen 1999, Farbe, 81 Min.
Regie: Andrzej Klamt u. Marek Pelc
In Auschwitz wurden nach 1945 über 2400 private Fotos von Juden aus der polnischen Kleinstadt Bedzin am Rande des oberschlesischen Kohlereviers gefunden. Nur wenige der abgebildeten Menschen haben den Holocaust überlebt. Zu ihnen gehören die vier Protagonisten dieses Films.
In ihren Erzählungen wird das Leben der Juden und ihrer polnischen Mitbürger in der Vorkriegszeit lebendig. Und es entwickelt sich daraus eine Geschichte des einbrechenden Nazi-Terrors, der Verfolgung und Auslöschung der gesamten jüdischen Bevölkerung dieser kleinen Stadt.
Konfrontiert mit den Fotos, auf denen sie als junge Menschen abgebildet sind, treten die Protagonisten eine bedrückende Reise in die Vergangenheit an.
Der Film illustriert die Schreckenstaten nicht, mit keinem Foto, keinem Zeitdokument, keiner Wochenschau. Er bleibt ganz bei den Protagonisten, sieht sie an den Orten, an denen sie heute leben, hört ihr Erzählen, zeigt die Mühen des Sich-Erinnerns. So spricht dieser Film von sehr Persönlichem und wird gerade dadurch für den Zuschauer zur aufrüttelnden Reise in die Geschichte.
Mittwoch, 8.11. um 20 Uhr in Anwesenheit des Regisseurs Andrzej Klamt
und Do 9.11. um 20 Uhr
(Der Film ist Lehrerinnen und Lehrern mit ihren Schulklassen empfohlen. Am 8.11. sind Sondervorstellungen mit Regisseur vorgesehen. Bitte sprechen Sie mit uns Termine ab.)