Verschollen

USA 2000, Farbe, 146 Min. , ab 12 J.
R: Robert Zemeckis.
B: William Broyles Jr.
D: Tom Hanks, Helen Hunt, Christopher Noth, Nick Searcy
Ein Flugzeugabsturz, an dem der Zuschauer unmittelbar teilnimmt: An Bord der Maschine, die im Jahr 1995 über den Fidschi-Inseln niedergeht und ins Meer stürzt, ist auch Chuck Noland, leitender und rastlos reisender Angestellter der Firma FedEx. Als einziger Überlebender rettet sich Noland auf eine einsame Insel, auf der er die nächsten vier Jahre verbringt. Zemeckis und Hanks (Forrest Gump) setzen nach einem explosiven Beginn ganz auf die Magie der Wortlosigkeit, auf die Kraft der Bilder und die Präsenz des von diesem Projekt wie besessenen Darstellers.
Zemeckis ist keinem Risiko aus dem Weg gegangen. Er hat viel gewagt, und er hat glanzvoll gewonnen. Das scheinbar Ereignislose, hier wird es zum Ereignis. Wie in früheren großen Rollen setzt Hanks auch diesmal Verzweiflung diskret, aber wirkungsvoll in Szene. In Bildern von großer poetischer Kraft erscheint er eingehüllt in beinahe vollkommene Finsternis: der Mensch als nur mehr schemenhafte Existenz. Hanks' Figur Noland verwandelt sich in einen durchtrainierten, gebräunten, langhaarigen und bärtigen Einsiedler. Was ihn am Leben hält, ist eine von diesem Film mit Leidenschaft vermittelte Einsicht: Dem Leben treu zu bleiben, ist Pflicht und Aufgabe des Menschen.
Do 15.3. bis Mi 21.3. um 19.00 Uhr