Sade
Frankreich 2000, Farbe, 100 Min., ab 12 J.
Regie: Benoit Jacquot
Darsteller: Daniel Auteuil, Marianne Denicourt, Jeanne Balibar, Isild Le Besco u.a.
Bevor die französische Revolution ihre Kinder fraß, richtete sie
unter der Aristokratie ein Blutbad an. Auch der Marquis de Sade gerät in die Mühlen der
Justiz. Seine ausschweifenden Romane stoßen bei den moralischen Jakobinern auf
Unverständnis. Immerhin schafft es seine langjährige Lebensgefährtin Marie-Constance,
de Sade in ein Luxusgefängnis, das Sanatorium Picpus, verlegen zu lassen. Hier trifft der
Lebemann und Autor der "Justine" auf die junge, intelligente Emilie. Sade
genießt die Zuneigung der jungen Adligen und hilft ihr mit Einfühlungsvermögen und
Sympathie durch die schwere Zeit.
Regisseur Benoît Jacquot portraitiert de Sade als einen sensiblen Schriftsteller, der zu
seinem literarischen Werk steht, sein de Sade ist nicht der gewalttätige Wüstling, für
den ihn die Nachwelt hält. Daniel Auteuil als de Sade gelingt es, einen besorgten Vater
und gefühlvollen de Sade zu zeichnen ohne seine Neigungen und seinen Lebensweg zu
verleugnen. Wer auf harte sadomasochistische Szenen hofft, wird enttäuscht werden,
stattdessen erwartet den Zuschauer ein sensibles tiefgründiges Historiendrama.
Do 8.2. bis So 11.2. jeweils um 21.15 Uhr
Mo 12.2. bis Mi 14.2. jeweils um 19.00 Uhr