Heidi M.

Deutschland 2001, Farbe, 89 Min.
Regie: Michael Klier
D: Katrin Saß, Dominique Horwitz, Franziska Troegner, Ulrike Krumbiegel, u.a.

HEIDI M. erzählt davon, daß es nicht nur eine Frage der Zeit, sondern auch der mutigen Eigeninitiative ist, wann alte Wunden verheilen. Der Film erzählt die Geschichte einer inneren Entwicklung, sucht dazu Orte auf, die ebenfalls von Umbruch und in gewisser Weise auch von einem Verlust alter Bequemlichkeiten und Geborgenheit künden. Heidi M., Ende 40, führt einen kleinen Spätkaufladen in der pulsierenden Mitte Berlins. Gemeinsam mit ihrer Freundin Jacqui zieht sie abends um die Häuser. Aber als sie unerwartet mit romantischer Liebe konfrontiert wird, brechen alte Wunden wieder auf. Zunächst zögert sie, sich einem neuen Mann zu öffnen. Doch dann ergreift Heidi M. die Chance, die Weichen für ihr Leben noch einmal ganz neu zu stellen ...
In HEIDI M. entwirft Klier in fein verzahnten Kapiteln ein außergewöhnliches Frauenportrait, in dem sich Momente aus Melodram, Sozialstudie und Roadmovie reizvoll mischen. Seine nur scheinbar kleinen Geschichten schlagen einen in Deutschland nur selten vernommenen Ton an, vereinen Traditionen des französischen Kinos mit der sozialen Genauigkeit eines Fassbinder.

Sa 16.6. bis Mi 20.6. um 21.15 Uhr