FORGET BAGHDAD.
JEWES AND ARABS -
THE IRAQI CONNECTION
Schweiz 2002, Farbe, 120 Min., OmU
Regie: Samir
Je mehr der Irak-Krieg schon wieder in Vergessenheit gerät, umso wichtiger wird dieser schweizerisch-deutsche Filmessay von Samir. Der aus Bagdad stammende, in der Schweiz lebende Filmemacher wirft durch die sensiblen Porträts von fünf irakischen Juden, die nach Israel ausgewandert sind, die brisante Frage nach der Identität der Israelis auf. Wer die innenpolitischen Spannungen zwischen den jüdischen Fraktionen in Israel, dem Dauerkonflikt mit den Palästinensern, die wechselseitigen jüdisch-arabischen Aversionen und auch den Irak-Krieg besser verstehen will, der kann bei Samir sehr viel lernen, und das auf ebenso intelligente wie kurzweilige Weise. In der weltpolitischen Konfrontation zwischen arabischen und westlichen Gesellschaften plädiert der Film für eine differenzierte Wahrnehmung der Kulturen. (läuft am 26.6. und 28. 6. jeweils um 20 Uhr)