DER WIND WIRD UNS TRAGEN
Frankreich/Iran 1999, Farbe, 118 Min., OmU
Regie: Abbas Kiarostami
Darsteller: Behzad Dourani und die Bewohner des Dorfes Siah Dareh
Drei Männer aus Teheran kommen für einen kurzen Aufenthalt nach
Siah Dareh, einem kleinen kurdischen Dorf im Iran. Einer der drei
ist Fotograf und wartet auf das Ableben einer uralten Frau, um
eine seltene Trauerzeremonie zu dokumentieren. Immer wieder klingelt
sein Handy, immer wieder begleiten wir ihn durch die verwinkelten
Gassen des Dorfes hinauf auf einen Hügel, auf dem der Empfang
besser ist. Am Ende wird er unverrichteter Dinge abreisen. Niemand
weiß, wonach er wirklich gesucht hat, und niemand weiß bei seiner
Abreise, ob er es gefunden hat.
"Bei Kiarostami hat man jedes Mal den Eindruck, daß man das Sehen
neu lernt, daß man eine Erzählung und ihre Farben noch nie so
wahrgenommen hat. Es ist jener Blick aufs Kleine, der einmal Zusammenhänge
offenbart, die wir in unserer Welt nicht mehr erkennen können."
(SZ)
"Die Filme des Iraners Kiarostami überfallen einen nicht, sondern
laden unaufdringlich ein - zum Sehen, zum Fühlen, zum Denken.
Er ist einer der bedeundsten Regisseure des Weltkinos." (Der Tagesspiegel)
Kiarostamis neuer Film wurde ausgezeichnet mit dem Preis der internationalen
Filmkritik und dem Großen Preis der Jury in Venedig 1999.
(läuft vom 6. - 12. 7. jeweils um 21.15 Uhr,
außer Sonnabend, 8.7.)