ABSCHIED -
BRECHTS LETZTER SOMMER

BRD 2000, Farbe, 91 Min.
Regie: Jan Schütte
Darsteller: Josef Bierbichler, Monica Bleibtreu, Jeanette Hain, Elfriede Irrall, Margit Rogall, Samuel Fintzi
"Ein alternder, grantelnder Pascha inmitten seines eifersüchtigen Harems. Ein berühmter politischer Dichter, der sich vor der bedrückenden Aktualität der DDR im Sommer 1956 in Selbstmitleid und Zynismus flüchtet: Das ist wahrlich kein Heldenbild von Bertolt Brecht, das Jan Schütte in seinem Film zeichnet. Doch gerade weil sich Schütte der gängigen Denkmalpflege verweigert, gelingt ihm eine andere und sehr persönliche Annäherung an das Monument Brecht in einem Geflecht von Gefühlen, Kunst und Politik, wenige Tage vor seinem Tod. ... Der Film spielt am letzten Ferientag Brechts in Buckow am brandenburgischen Scharmützelsee. Der Künstler ist herzkrank, leidend, schlecht gelaunt. Die Ehefrau, die Mitarbeiterin, die Ex-Geliebte und zwei aktuelle, die aufbegehrende Tochter, sie alle fordern Aufmerksamkeit, wenn schon nicht Liebe von ihm. Hinzu kommt, daß die Stasi das Idyll belagert; nicht wegen des Dichters, sondern um einen Besucher festzunehmen, den regimekritischen Philosophen Wolfgang Harich." (Karin Zintz im "Nordkurier") "Jan Schütte hat ein meditatives Endspiel gemacht und in 'Abschied' das Stillleben einer erstarrten Gesellschaft gezeichnet." (Christiane Peitz in "Der Tagesspiegel")
(läuft vom 12. - 18. 10. jeweils um 19 Uhr und vom 19. - 25. 10. jeweils um 21:15 Uhr)